Manchmal ist es sinnvoll, ein Pferd von hinten aufzuzäumen. Wenn es um die Gesundheit geht heißt das beispielsweise: eine anstehende Operation beginnt mit der Reha. Auf dieser Basis arbeitet nun die DAK mit der Erler Klinik Nürnberg, der Fachklinik Herzogenaurach, der Orthopädischen Klinik Staffelstein sowie mit dem ambulanten Rehazentrum Wöhrder Wiese zusammen. Mit dem Vertrag zur integrierten Versorgung können DAK-Versicherte aus Nürnberg und Umgebung ab sofort an dem neuen Therapieprogramm für künstliche Hüft- oder Kniegelenke teilnehmen.
Der besondere Clou am neuen Vertrag: Sobald feststeht, dass ein Versicherter ein neues Hüft- oder Kniegelenk benötigt, beginnt in der Erler Klinik eine so genannte „Vor-Rehabilitation“. Gleich nach der medizinischen Voruntersuchung und Beratung durch Oberärzte der Erler Klinik trainiert der Patient mit Krankengymnasten und Ergotherapeuten schon vor der Operation beispielsweise den Umgang mit den späteren Gehhilfen, und lernt Übungen zum Muskelaufbau.
Mitwirkung verkürzt Behandlungszeit
Die Vorteile liegen auf der Hand: Durch den reibungslosen Ablauf zwischen allen Beteiligten sind die Patienten frühzeitig informiert, was nach der Operation auf sie zukommt. So können sie sich selbst intensiv an der Genesung beteiligen.
Dadurch verkürzt sich auch die stationäre Aufenthaltsdauer – und damit reduzieren sich die Kosten. „Mit der „Vor-Reha“ nutzen wir das Know-how der Rehabilitation schon vorher sinnvoll“, erklärt Wilfried Erbe, Landesgeschäftsführer der DAK Nordbayern. „Diese Vernetzung von stationärer und ambulanter Behandlung zum Wohl des Patienten ist das Ziel der integrierten Versorgung. Von den außergewöhnlich hohen Qualitätsstandards die dem neuen Vertrag zugrunde liegen, profitieren Patienten und Kasse gleichermaßen“.
„Mit diesem Vertrag gelingt es uns, die Abschottung zwischen den Bereichen Ambulant, Stationär und Nachsorge zu überwinden“, so Günther Schmidt, Geschäftsführer der Kliniken Dr. Erler gGmbH bei der Vertragsunterzeichnung.
Nachsorge gesichert
Um den Behandlungserfolg auch langfristig zu sichern, sieht der Vertrag außerdem sechs Nachuntersuchungen innerhalb von neun Jahren vor; dabei werden die einweisenden Fachärzte miteingebunden. Für die Prothesen gewährt die Erler Klinik außerdem zehn Jahre Garantie.
Im Rahmen der Rehabilitation machen Patientenschulungsprogramme wie z. B. Bewegungs- und Sportgruppen, die Patienten fit für den Alltag
Bonus für Teilnehmer
DAK Versicherte können selbst entscheiden, ob sie an der integrierten Versorgung teilnehmen möchten. Wem die Qualitätsverbesserungen alleine noch nicht Grund genug sind, sich in das Programm einzuschreiben, der lässt sich vielleicht durch einen finanziellen Bonus überzeugen:
Die DAK erstattet ihren Versicherten 50 Prozent des Eigenanteils für die stationäre Behandlung bis maximal 140 Euro.
Interessierte Versicherte können sich beim behandelnden Arzt, der Erler Klinik in Nürnberg oder in der DAK-Geschäftsstelle informieren.