In Zusammenarbeit mit der Gesellschaft für Risikoberatung (GRB) haben wir nach amerikanischen Vorbild eine Risikoanalyse durchgeführt. Bei dieser wurden sämtliche Abläufe der Klinik erfasst, potentielle Schadensmuster erarbeitet, potentielle Schadensmuster erarbeitet und Strategien zur Vermeidung dieser Schäden herausgearbeitet.
Das Ergebnis dieses 5-jährigen Prozesses ist ein Handbuch für Risiko-Management, das als Leitfaden für jeden Mitarbeiter verbindlich ist. Hier werden alle relevanten Richtlinien, Leitlinien und Dienstanweisungen erfasst. Dazu zählen Aufklärungsrichtlinien, Richtlinien zur präoperativen Ablauforganisation oder Leitlinien zum Verbandswechsel.
„Jegliche Situation, beispielsweise welche Laborwerte zu ermitteln sind, oder wann der Verbandswechsel erfolgen muss, oder nach welchem Muster Akten zu führen sind, wird definiert“, beschreibt Markus Stark, Pressesprecher der Erler Klinik, das Qualitätshandbuch.
Der größte Stellenwert kommt den Behandlungsstandards und Behandlungspfaden zu, die für die häufigsten Krankheitsbilder definiert sind. Der Vorteil: Qualität ist kein schwammiger Begriff mehr, sondern wird ablesbar und die Leistung eines Teams sogar in Prozenten abschätzbar. Als interner Leitfaden steht das Handbuch allen Mitarbeitern auf den Stationen und in den Funktionsbereichen (z.B. OP-Säle, Physikalische Therapie etc.) zur Verfügung. Es schafft eine gute Ausgangssituation für die kontinuierliche Verbesserungsarbeit, welche die Mitarbeiter nun selbständig weiterführen sollen. Gleichzeitig dient es der Dokumentation des Leistungsniveaus im Innen- und Außenverhältnis.
Der Projektleiter der Firma GRB, Axel Krause, lobte zu Abschluss des Projektes die Motivation und das Engagement aller Beteiligten. „Trotz der hohen dienstlichen Belastung waren alle bereit, sich der Aufgabe zu stellen und das Projekt zu einem guten Abschluss zu führen. Aus diesem Grund überreiche ich gerne diese Urkunde, mit der das Qualitätsmanagement anerkannt wird“.