Eine Wirbelkörperersatzoperation an Lenden-, Brust- und Halswirbelsäule kann bei manchen Erkrankungen – etwa Tumoren, Entzündungen von Wirbelkörpern oder instabile Berstungsbrüche – erforderlich sein. Stets wird der betroffene Wirbelkörper entfernt und ein Wirbelkörperersatz integriert, der in verschiedenen Ausführungen erhältlich ist. Dabei ist immer die Knochenanlagerung und Stabilisierung des operierten Segmentes mittels Platten oder Schrauben notwendig.
71-jährige Patientin, Korsettbehandlung seit 1 Jahr, zunehmende Gangunsicherheit
Diagnose: osteoporotische TH 12 Fraktur mit Hinterkantenfragment, 24° Kyphosewinkel
Präoperatives Röntgen: TH 12 Fraktur, 24° Kyphosewinkel
Sagittales MRT: Nachweis Hinterkantenfragment mit Pelottierung des Rückenmarks
Postoperatives Röntgen: Vertebroplastie TH 11 und LWK 1, Wirbelkörperentfernung TH 12 mit Wirbelkörperersatz mit HarmsTM-Cage und Spongiosaplastik, dorsale Spondylodese TH 10 – LWK 2 (System ExpediumTM, DePuy SpineTM)
→ bei schwerer Osteoporose und Gefahr des Schraubenausrisses wird mittels Reduzierhülsen ein 4 mm langer Stab verwendet
38-jähriger Patient nach Leitersturz
Diagnose: TH 12 Berstungsfraktur, Typ A3.3