Schmerztherapie der Erler-Klinik jetzt mit Brief und Siegel ausgezeichnet


Die Kliniken Dr. Erler haben im Dezember 2010 als erste und einzige Klinik in Nürnberg das begehrte TÜV-Zertifikat „Akutschmerztherapie“ fachabteilungsübergreifend für das gesamte Krankenhaus erhalten.

Hinter dem Titel Akutschmerztherapie verbirgt sich ein Qualitätsmanagement-system, das sich mit der Behandlung der akuten perioperativen und post-traumatischen Schmerzen des Patienten, also Schmerzen, die rund um eine Operation oder im Zusammenhang mit einer Verletzung auftreten, beschäftigt.

„Was schmerzt, das heilt“, das war in der Vergangenheit eine übliche Aussage, wenn die Schmerzen nach einer Verletzung oder einer Operation nicht gelindert werden konnten. Mittlerweile ist es unumstritten, dass Schmerzbehandlung nicht nur eine ethische, sondern auch medizinische Notwendigkeit ist.

Unbehandelte Schmerzen können nämlich die Heilungsprozesse im Körper auf vielfältigen Wegen behindern. Heute sind wir jedoch in der Lage, eine exakt auf den Patienten abgestimmte Schmerztherapie anzubieten, so Herr Dr. Paul Gaus, Oberarzt Schmerztherapie der Abteilung für Anästhesiologie und Intensivmedizin. 

Unter anderem können Schmerzen „regional“ sehr wirksam behandelt werden. Dabei wird eine Körperregion, z.B. ein Bein, mit Hilfe eines sogenannten „Schmerzkatheters“ betäubt. Diese Schmerzkatheter werden oft bereits für den operativen Eingriff zu den bestimmten Nerven gelegt und können im Anschluss an die Operation über mehrere Tage weiter genutzt werden. In der Regel wird an dem Katheter eine spezielle, tragbare Medikamentenpumpe angeschlossen, die die Betäubung aufrechterhält.


Diese besonders wirksamen Techniken der Schmerztherapie verlangen eine besonders sorgfältige Überwachung und Steuerung. In den Kliniken Dr. Erler werden diese durch den Akutschmerzdienst betreut. Die Pflegekräfte des Schmerzdienstes können eine Spezialausbildung auf diesem Gebiet vorweisen. Der Akutschmerzdienst, die Pflegekräfte und der ärztliche Dienst stehen den Patienten rund um die Uhr zur Verfügung.

„Gerade in schwierigen Zeiten im Gesundheitswesen sind solche Angebote für unsere Patienten nur mit sehr hohem Personal- aber auch Materialaufwand verbunden. Die hohe Patientenzufriedenheit ist uns dies jedoch wert, denn das Wohl des Patienten steht bei uns an erster Stelle“, so Markus Stark, Geschäftsführer der Kliniken Dr. Erler.

Aus diesem Grund hat man sich auch entschieden, den sehr zeitintensiven Prozess zur Zertifizierung der Akutschmerztherapie auf sich zu nehmen, um die Qualität der Behandlung zu sichern und zu dokumentieren.

„Eine etwa 12-monatige Vorbereitungszeit mit Unterstützung bzw. Visitationen der zuständigen TÜV-Mitarbeiter hat uns noch vorhandene Lücken, Mängel und Fehler aufgezeigt und uns die Möglichkeit gegeben diese zu beseitigen, so dass wir uns mit vollem Einsatz auf die Zertifizierung vorbereiten konnten“ so Dr. Paul Gaus.

Im Dezember 2010 wurde dann die Zertifizierung der Akutschmerztherapie fachabteilungsübergreifend für das gesamte Krankenhaus durchgeführt und erfolgreich bestanden.

Somit haben es die Kliniken Dr. Erler als erstes und bis jetzt einziges Krankenhaus in Nürnberg geschafft, für das gesamte Haus fachabteilungsübergreifend das begehrte TÜV-Zertifikat „Akutschmerztherapie“ zu erhalten.

„Ich bin sehr stolz auf alle Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, die bei diesem aufwändigen Prozess mitgeholfen haben und dabei das Tagesgeschehen auch nicht außer Acht gelassen haben. Gemäß unseres Leitspruches „Wer aufhört, besser sein zu wollen, hört auf, gut zu sein“, werden wir uns nicht auf dem Erreichten ausruhen, sondern permanent an unseren Prozessen weiterarbeiten, denn schließlich müssen wir uns jährlich wieder aufs Neue auf „Herz und Nieren“ für die Akutschmerztherapie überprüfen lassen“, so Markus Stark.


Nürnberg, den 03.02.2011

 

Zahlen, Daten, Fakten

Jährlich werden in der Notfallambulanz der Erler-Klinik ca. 15.000 Patienten medizinisch erstversorgt. Insgesamt unterziehen sich pro Jahr ca. 8.700 Patienten einer stationären Behandlung in der Erler-Klinik.

 

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