Zertifizierung der Kliniken Dr. Erler als Traumazentrum

Die Kliniken Dr. Erler sind als erstes Krankenhaus in Nürnberg im zukünftigen Traumanetzwerk Mittelfranken als lokales Traumazentrum zertifiziert. Die deutsche Gesellschaft für Unfallchirurgie (DGU) bescheinigt damit, dass die Anforderungen zur Behandlung von Schwerverletzten erfüllt werden.


„Verbesserter Ablauf erhöht Behandlungsqualität“

Die Statistik lässt aufhorchen: Pro Jahr erleidet jeder zehnte Bundesbürger einen Unfall. Für unter -45-Jährige gelten Unfälle sogar als Haupttodesursache, die meisten Unfälle verlaufen jedoch glimpflich ab.

"Doch die Frage der Behandlungserfolges hängt nicht nur von der Entfernung oder der Qualität des einzelnen Arztes ab, sondern entscheidend von der Organisation der Abläufe insbesondere in der ersten Stunde, der sogenannten „golden hour", erklärt Dr. med. Klaus-Dieter Haselhuhn, Chefarzt der Klinik für Unfallchirurgie der Kliniken Dr. Erler.

Die akkreditierte und unabhängige Prüfungsgesellschaft Diocert hat nun am 29.10.2009 im Auftrag der Deutschen Gesellschaft für Unfallchirurgie (DGU) die Kliniken Dr. Erler als erstes Krankenhaus im künftigen Traumanetzwerk Mittelfranken als lokales Traumazentrum zertifiziert.

Die Gesamt-Zertifizierung des Traumanetzwerks Mittelfranken, an dem 11 Krankenhäuser im Umkreis von 40 km beteiligt sind, darunter auch das Universitätsklinikum Erlangen und das Klinikum Nürnberg, soll Mitte nächsten Jahres abgeschlossen sein. „Klare Kommunikationswege und Regelungen unter Einbeziehung des Rettungsdienstes bei Gewährleistungen eines hohen fachlichen Standards sollen die bereits jetzt schon sehr gute Versorgung der Traumapatienten in der Metropolregion weiter optimieren.“, erläutert Chefarzt Dr. Haselhuhn das Ziel des Traumanetzwerkes.

Mit der Klassifizierung in lokale Traumazentren für die Basisversorgung, regionale Zentren für Schwerverletzte und überregionale für Problemfälle soll in Notfällen schneller entschieden werden, wohin Unfallopfer gebracht werden.

Initiiert wurde die Bildung der Traumanetzwerke 2006 von der Deutschen Gesellschaft für Unfallchirurgie (DGU). Ziele der Initiative sind der Erhalt und die Verbesserung der flächendeckenden Versorgungsqualität von Schwerverletzten durch verbesserte Kommunikation, abgestimmte Versorgungsstandards und qualitätsgestützte Kooperation.
Inzwischen ist nach Angaben der DGU ein großer Teil aller in Deutschland an der Schwerverletztenversorgung beteiligten Kliniken registriert und in regionalen Traumanetzwerken organisiert. Mit rund 750 teilnehmenden Kliniken in bundesweit 44 aktiven Traumanetzwerken könne die Aktion als in dieser Form weltweit einzigartig bezeichnet werden, heißt es in einer Information der DGU.

Die verbriefte Teilnahme ist an die Unterzeichnung des Geschäftsvertrags mit der Akademie für Unfallchirurgie und die Einhaltung verschiedenster Qualitätsrichtlinien gekoppelt.

Auch weitere Auflagen wie die Formulierung von standardisierten Behandlungsabläufen, die ärztliche Qualifizierung durch verpflichtende Teilnahme an speziellen Ausbildungsprogrammen oder das Vorhandensein von Telekommunikationssystemen zur frühzeitigen Kontaktaufnahme durch die Rettungsdienste erfüllt das Team der Unfallchirurgie in der Erler-Klinik ohne Probleme.

Besonders positiv hoben die Prüfer das Engagement der Mitarbeiter sowie die praxisorientierten Lösungen hervor.

„Für uns als Fachkrankenhaus für Chirurgie und Orthopädie ist die Beteiligung an dem Traumanetzwerk Mittelfranken sehr wichtig, geradezu unabdingbar“, betont Chefarzt Haselhuhn. „Denn dadurch können wir unserer besonderen Aufgabe bei der Versorgung verletzter Unfallopfer in der Region noch besser nachkommen und die Behandlungsqualität im Interesse der Patienten weiter erhöhen.“

Zahlen, Daten, Fakten

Jährlich werden in der Notfallambulanz der Erler-Klinik ca. 15.000 Patienten medizinisch erstversorgt. Die Klinik für Unfallchirurgie allein behandelt jährlich ca. 2.800 Patienten stationär. Insgesamt unterziehen sich pro Jahr ca. 8.350 Patienten einer stationären Behandlung in der Erler-Klinik.

Kliniken Dr. Erler gGmbH Nürnberg, den 19.11.2009

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