Multimodale Komplextherapie

Die Multimodale Komplextherapie berücksichtigt komplexe Funktionsstörungen der Wirbelsäule und/ oder des Bewegungsapparates
 

Das diagnostische Konzept der ANOA ist individuell patientenbezogen ausgerichtet und wird mit wissenschaftlich evaluierten Assessments durchgeführt. Die Diagnostik erfolgt in den Bereichen der Morphologie, der Funktionsstörungen, der Psyche und der Schmerzchronifizierung. Psychosoziale Faktoren werden mitberücksichtigt. Die in der Diagnostik erhobenen Befunde werden interdisziplinär betrachtet und in ihrem Einfluss auf das Krankheitsgeschehen bewertet. Diagnosen, therapeutische Zielstellungen und Behandlungsstrategien werden interdisziplinär erarbeitet.

Unser ganzheitliches Modell umfasst für die Dauer von zwei Wochen (stationär) folgende Behandlung:

  • Chronische Rückenschmerzen
  • Chronische Schmerzen des Bewegungsapparates
  • Stoffwechselerkrankungen mit Auswirkungen am Stütz- und Bewegungssystems
  • Komplexe Bewegungsstörungen
  • Relative OP-Indikation / Relative OP-Indikation bei Ablehung der OP / OP-Indikation bei fehlender OP-Fähigkeit
  • Beschwerdepersistenz nach operativer Intervention
  • Ganzkörperschmerzen
  • Nervenschmerzen
  • Fibromyalgie
  • Andere chronische Schmerzzustände, bei denen eine eindeutige Schmerzursache (noch) nicht gefunden werden konnte

Patienten mit komplexen und multifaktoriellen Erkrankungen des Bewegungssystems, z.B. degenerativen Wirbelsäulen- und Gelenkerkrankungen, chronischen Schmerzerkrankungen, rheumatischen Erkrankungen, komplexen Bewegungsstörungen und durch Komorbidität beeinflusster Erkrankungen des Bewegungssystems benötigen multidisziplinäre und multimodale Diagnostik- und Therapiekonzepte.

Unsere Therapieangebote bestehen aus:

  • Einer multimodalen Befunderfassung sowie Bewertung der relevanten morphologischen, funktionspathologischen, psychologischen und sozialen Befunde in ihrer Bedeutung für das Krankheitsbild
  • Interdisziplinärer Bestimmung therapeutischer Zielsetzungen
  • Herstellung der ambulanten bzw. rehabilitativen Behandlungsfähigkeit
  • Optimierung der Schmerzbehandlung
  • Verlaufsdiagnostik zur Entwicklung einer Therapiestrategie
  • Einer befundgerechten Komplexbehandlung aus medikamentöser Therapie, Manualtherapie, interventioneller Schmerztherapie, Krankengymnastik, aktivierender Pflege, Informations- und Schulungsprogrammen, Medizinischer Trainingstherapie, Wahrnehmungsorientierter Schmerztherapie, Entspannungsverfahren, psychologischer bzw. psychosomatischer Behandlung
  • Einem physiotherapeutischen Programm zur Förderung von muskulärer Koordination, Körperwahrnehmung und Kräftigung; es wird eine Schulung zum Erkennen schmerzphysiologischer Zusammenhänge durchgeführt und Bewegungen zur Schmerzhemmung werden zur Übung mitgegeben
  • Es findet eine analgetische medikamentöse Einstellung, ggfs. ein Medikamentenentzug bei Über- oder Fehlgebrauch statt
  • Es werden Informationen über das Krankheitsbild und Chronifizierungsmechanismen im Rahmen von ärztlichen und psychologischen Gesprächen sowie ärztlichen Vorträgen zur Entwicklung eines biopsychosozialen Modells chronischer Schmerzen beim Patienten vermittelt
  • Angebot von psychologischen Einzelgesprächen zur Benennung und Behandlung schmerzrelevanter oder verhaltensbedingter Faktoren, welche die Schmerzerkennung ungünstig beeinflussen
  • Es werden Entspannungsverfahren wie progressive Muskelentspannung nach Jacobsen, Qi-Gong und geführte Fantasiereisen durchgeführt und erlernt

Sollten Sie Interesse an unserem Therapieangebot haben, vereinbaren Sie gerne einen Termin über unser Sekretariat zur Sprechstunde.

Wir sind gerne für Sie da!

Telefon: 0911/ 27 28-460 (Sekretatiat der Klinik für Konservative und Operative Wirbelsäulentherapie)

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