Zum Hauptinhalt springenZum Seitenfuß springen

Die Patientenreise beginnt zu Hause

Befunde, Röntgenbilder, Fragebögen: Immer mehr Patientinnen und Patienten der DR. ERLER KLINIKEN erledigen das vor dem ersten Termin von zu Hause aus. Die Fachzeitschrift KTM Krankenhaus Technik + Management stellt in ihrer Oktoberausgabe das gemeinsame Patientenportal Mein-Krankenhaus.Digital vor. Michael Krappmann, Leitung IT & Digitalisierung der DR. ERLER KLINIKEN, berichtet darin, wie das Portal den Alltag in unserem Haus verändert.

Digital vorbereitet zum Kliniktermin

Vorbefunde, Röntgenbilder und weitere Unterlagen lagen bereits digital im Portal, als die Patientin zum ersten Mal die DR. ERLER KLINIKEN betrat. Sie stammt ursprünglich aus Kanada. Alles hatte sie selbst schon über ihren persönlichen Datenraum im Patientenportal hochgeladen. Das Behandlungsteam musste nicht bei null beginnen und konnte auf gut sortierte Vorbefunde zurückgreifen.

Die Szene stammt aus einem Fachartikel der Zeitschrift KTM Krankenhaus Technik + Management. Unter dem Titel „Verbesserte Patientenreise“ beleuchtet das Fachblatt in seiner Oktoberausgabe ein digitales Großprojekt der deutschen Krankenhauslandschaft. Die DR. ERLER KLINIKEN haben es von Anfang an mitgestaltet.

Zum Artikel 

 
„Für die kanadische Patientin war der digitale Upload längst Standard. Genau diese einfache, selbsterklärende Nutzung braucht ein Patientenportal, damit es im Alltag wirklich angenommen wird.“

 

Michael Krappmann
Leitung IT & Digitalisierung der Kliniken Dr. Erler gGmbH und Vorstand der Klinik IT eG

Innerhalb von sechs Monaten in allen Kliniken im Einsatz

Im April 2026 gingen die DR. ERLER KLINIKEN mit zwei Pilotbereichen an den Start: der Klinik für Konservative und Operative Wirbelsäulentherapie und der DR. ERLER ÄSTHETIK. Weitere Kliniken sollten erst folgen, wenn sich das Portal im Alltag bewährt. Heute, ein halbes Jahr später, ist jeder Fachbereich mit mindestens einer Terminart im Portal vertreten. Die Zahl der Online-Buchungen wächst stetig.

Das können Patientinnen und Patienten im Portal erledigen:

  • Termine buchen, rund um die Uhr und ohne Warteschleife
  • Fragebögen zur Vorgeschichte digital ausfüllen
  • Befunde, Röntgenbilder oder Überweisungen vorab hochladen
  • Rückfragen über die Nachrichtenfunktion klären
  • Arztbriefe und Entlassdokumente nach der Behandlung herunterladen

Was Patientinnen und Patienten vorab digital erledigen, muss vor Ort niemand mehr erfragen. Das Behandlungsteam sieht die Unterlagen, bevor das erste Gespräch beginnt. Die Zeit im Krankenhaus bleibt für das, was Menschen brauchen: Zuhören und Erklären.

Das Portal wird von den Patienten sehr gut angenommen und die Sprechstundentermine sind gut gebucht bis ausgebucht – ein klares Signal, dass der Weg stimmt.

Eine IT, die vom Alltag her denkt

Nach demselben Prinzip arbeiten viele weitere Angebote der Abteilung IT & Digitalisierung. So unterstützt in allen Kliniken ein virtueller Telefonassistent mit Chatbot die Erreichbarkeit rund um die Uhr. Häufige Fragen können in Zukunft darüber sogar direkt beantwortet werden. Anruferinnen und Anrufer erhalten schneller eine Antwort und das Team am Telefon gewinnt Zeit für Gespräche, die eine persönliche Antwort brauchen.

Hinter diesen Angeboten steht die IT-Abteilung der DR. ERLER KLINIKEN. Seit Februar 2022 leitet Michael Krappmann den Bereich IT & Digitalisierung. Mit ihm zusammen zählt das Team neun Mitarbeitende und zwei Auszubildende. Unter seiner Leitung versteht sich die Abteilung als Servicepartner für Mitarbeitende und Patienten, und zugleich als Digitalstratege und Innovationstreiber.

Das zeigt sich im Alltag. Ein moderner Servicedesk nimmt Anfragen aus dem ganzen Haus auf, Tickets bearbeitet das Team heute deutlich schneller und strukturierter. Neue Projekte startet die IT nur gemeinsam mit den Menschen, die später damit arbeiten. Oft gibt sie selbst den Anstoß und begleitet die Teams bis in den Alltag. Im Krankenhausinformationssystem ORBIS von Dedalus optimiert sie laufend Abläufe, Hand in Hand mit den Fachbereichen.



„Technik muss sich nach dem Klinikalltag richten, nicht umgekehrt. Deshalb sitzen bei jedem Projekt die Kolleginnen und Kollegen aus den Fachbereichen von Anfang an mit am Tisch. Wer auf Station Hilfe braucht, soll sie schnell bekommen. Daran messen wir uns.“

Rückenwind aus der Geschäftsführung

Dass die IT so arbeiten kann, hat auch mit Rückenwind von oberster Ebene zu tun. Geschäftsführer Markus Stark war früher selbst IT-Leiter und weiß, was Krankenhaus-IT im Alltag leisten muss. Unter seiner Führung gründeten die DR. ERLER KLINIKEN 2023 die Klinik IT eG mit. Das Haus unterstützt deshalb ausdrücklich das ehrenamtliche Engagement von Michael Krappmann im Vorstand der Genossenschaft.

 

„Unsere Patientinnen und Patienten erreichen uns heute digital, ambulant und stationär. Diese drei Wege müssen verlässlich funktionieren und ineinandergreifen. Michael Krappmann und sein Team sorgen für die technischen Voraussetzungen und einen reibungslosen Alltag für unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter.“

 

Markus Stark
Geschäftsführer der Kliniken Dr. Erler gGmbH

Wie es weitergeht

Mit dem Abschluss der Projektphase fängt der Nutzen für die Krankenhäuser erst richtig an, so das Fazit der KTM. Die gemeinsame Plattform kann künftig weitere Anwendungen tragen. Dazu zählen die Anbindung der elektronischen Patientenakte, Angebote weiterer Dienstleister und die digitale Zusammenarbeit mit Praxen und ambulanten Partnern.

Weil alle Häuser auf derselben Plattform arbeiten, profitiert der gesamte Verbund von jeder Verbesserung. Für die DR. ERLER KLINIKEN heißt das: Was in einem anderen Haus funktioniert, kommt auch unseren Patientinnen und Patienten zugute. Und umgekehrt.

Das Patientenportal ist erreichbar unter:

Patientenportal Anmeldung
Patienten können sich dort registrieren und direkt mit der Terminbuchung beginnen.

Mehr Informationen:

Patientenportal Erler-Klinik
Bei Fragen zur Nutzung steht Ihnen ein umfangreicher FAQ-Bereich zur Verfügung.


 

Krankenhäuser nehmen die Digitalisierung selbst in die Hand

Das Portal Mein-Krankenhaus.Digital (MK.D) verbindet heute mehr als 140 Krankenhäuser von über 70 Trägern in ganz Deutschland. Seit Dezember 2025 buchen Patientinnen und Patienten darüber Termine online. 

Bemerkenswert ist der Weg dorthin. Denn die beteiligten Kliniken kauften keine fertige Portal-Lösung von der Stange. Sie gründeten 2023 eine eigene Genossenschaft, die Klinik IT eG (KIG), und setzen seitdem große IT-Projekte gemeinsam um. Die KIG gehört vollständig ihren Mitgliedern, jeder Träger hat eine Stimme und kann sich in die Projektarbeit aktiv einbringen. Die DR. ERLER KLINIKEN zählen zu den Gründungsmitgliedern.

Gemeinsam legten die Krankenhäuser fest, was das Portal können muss. Ein zentrales Projektbüro der KIG steuerte die Dienstleister. In Arbeitsgruppen brachten Fachleute aus den Kliniken ihre Erfahrung ein. KIG-Geschäftsführer Andreas Lange betont im Fachartikel, dass die Steuerung so in der Hand der Krankenhäuser bleibt. Kein Haus soll technisch oder organisatorisch zurückbleiben.

Michael Krappmann bringt sich seit der Gründung ehrenamtlich in die Genossenschaft ein, zunächst im Aufsichtsrat, heute im Vorstand. Er kennt das Projekt damit aus zwei Blickwinkeln: als IT-Leiter, der das Portal im eigenen Haus einführt, und als Vorstand, der den Verbund mitsteuert.

Technisch setzt das Schweizer Softwareunternehmen the i-engineers das Portal um. Den Betrieb verantwortet es zusammen mit dem deutschen Rechenzentrumsbetreiber Synaforce. Herzstück ist eine zentrale Datenplattform, auf der jedes Krankenhaus einen eigenen, abgetrennten Bereich hat. Schnittstellen verbinden sie mit den Krankenhausinformationssystemen (KIS) der Häuser, von gängigen Marktlösungen bis zu Sonderanfertigungen. Bewährte Systeme bleiben so in Betrieb. Den größten Teil der Kosten deckten Fördermittel aus dem Krankenhauszukunftsgesetz (KHZG).
 

www.klinik-it.dewww.mein-krankenhaus.digitalthe i-engineersZur KTM-Ausgabe