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Hüftprothese wechseln

Wann eine Revisionsoperation notwendig wird


Eine moderne Hüftprothese hält bei einem Großteil der Patientinnen und Patienten viele Jahrzehnte und an den DR. ERLER KLINIKEN in Nürnberg sind Komplikationen, die einen Austausch erforderlich machen, ausgesprochen selten. Als einer der wichtigsten Endoprothetik-Anbieter in Mittelfranken liegt unsere Ergebnisqualität nachweislich deutlich über dem bundesweiten Durchschnitt.

Und dennoch gilt: Wenn ein Kunstgelenk nach vielen Jahren doch einmal gewechselt werden muss — an einer bei uns oder andernorts eingesetzten Prothese —, gehört dieser Eingriff zu den anspruchsvollsten der gesamten Endoprothetik. Genau hier zeigt sich, was ein Spitzenzentrum ausmacht: Es beherrscht nicht nur die Erstversorgung, sondern auch die komplexesten Fälle mit derselben Sicherheit. Ob erste Prothese oder anspruchsvoller Wechsel — bei uns sind Sie bei jedem Eingriff in den besten Händen: für Patientinnen und Patienten aus Nürnberg, Fürth, Erlangen und weit über die gesamte Metropolregion hinaus.

Was ist eine Revisionsoperation an der Hüfte?

Bei einer Revisions- oder Wechseloperation wird eine bereits vorhandene Hüftprothese ganz oder teilweise durch ein neues Implantat ersetzt. Der Eingriff wird auch Hüftprothesenwechsel, Hüft-TEP-Wechsel oder Hüftprothesenrevision genannt. Anders als beim ersten Gelenkersatz trifft der Operateur dabei nicht auf unberührte anatomische Verhältnisse, sondern auf verändertes Gewebe, mitunter geschwächten Knochen und das bestehende Implantat, das zunächst sorgfältig entfernt werden muss.

Genau das macht den Wechsel zu einer der anspruchsvollsten Disziplinen der Endoprothetik: Er verlangt eine besonders präzise Planung, umfangreiche Erfahrung und ein breites Spektrum an Spezialimplantaten. Ein solcher Eingriff gehört in die Hände eines spezialisierten Zentrums, das über die nötige Routine und Ausstattung verfügt.

Sollte ich mit der ersten Hüftprothese möglichst lange warten, um einen Wechsel zu vermeiden?

Viele Patientinnen und Patienten schieben ihre erste Hüftoperation bewusst hinaus — in der Hoffnung, so einen späteren Austausch ganz zu vermeiden. Der Gedanke dahinter: Je später das erste Gelenk eingesetzt wird, desto größer die Chance, den Wechsel gar nicht mehr zu erleben. Dieser Gedanke hat einen wahren Kern. Tatsächlich ist die Wahrscheinlichkeit, im Laufe des Lebens einmal einen Wechsel zu benötigen, bei jüngeren Patienten höher als bei älteren — schlicht, weil das Implantat über mehr Jahre halten muss.

Entscheidend ist jedoch: Diese Überlegung beruht zum Teil auf älteren Zahlen. Moderne Implantate halten heute deutlich länger als noch vor wenigen Jahren. Große aktuelle Registerauswertungen zeigen, dass ein Großteil der heutigen Hüftprothesen auch nach 25 bis 30 Jahren noch funktioniert — in modernen Materialien bei über neun von zehn Implantaten. Für viele Menschen kann eine gut geplante Hüftprothese damit ein Leben lang halten.

Gleichzeitig hat langes Warten seinen Preis: anhaltende Schmerzen, zunehmende Bewegungseinschränkung, Muskelabbau bedeuten eine oft ungünstigere Ausgangslage für die Operation. Der richtige Operationszeitpunkt für die erste Prothese ist deshalb keine reine Frage des Alters, sondern eine individuelle Abwägung zwischen Leidensdruck, Beweglichkeit und langfristiger Perspektive, die wir gemeinsam mit Ihnen treffen.

"Das Beste, was ich einem Patienten sagen kann, ist: Ihre Prothese wird Sie voraussichtlich ein Leben lang begleiten. Dass wir auch schwierige Wechsel sicher beherrschen, ist die Sicherheit im Hintergrund — nicht der Normalfall."

Dr. med. Dimitrios Vlachos, Leitender Arzt Klinik für Orthopädie | Schwerpunkt Hüfterkrankungen

Wie wird abgeklärt, ob ein Wechsel notwendig ist?

Am Anfang stehen immer eine sorgfältige Untersuchung und ein ausführliches Gespräch. Zur genauen Abklärung stehen uns moderne Verfahren zur Verfügung:

  • Röntgen: zeigt typische Lockerungszeichen wie einen Lysesaum (Aufhellungszone um die Prothese), Positionsveränderungen oder Knochenabbau.
  • Computertomografie (CT): liefert ein detailliertes Bild von Knochen und Implantatlage — besonders zur Operationsplanung.
  • Labor und Gelenkpunktion: bei Verdacht auf eine Infektion, um den Erreger sicher nachzuweisen.
  • Weitere bildgebende Verfahren: in Einzelfällen ergänzend, etwa CT, MRT oder eine Szintigrafie zur genaueren Beurteilung.

Weil jeder bei uns durchgeführte Eingriff im Endoprothesenregister Deutschland (EPRD) dokumentiert ist, lässt sich der Verlauf eines Implantats über Jahre präzise nachvollziehen — ein wichtiger Vorteil für die richtige Entscheidung.

Wie läuft eine Wechseloperation ab?

Jede Revision wird individuell geplant — kein Wechsel gleicht dem anderen. Grundsätzlich umfasst der Eingriff mehrere Schritte:

  1. Präzise Planung: Auf Basis der Bildgebung legen wir vorab fest, welche Komponenten ersetzt werden und welche Implantate zum Einsatz kommen. Hierzu wird vor einer Operation bei jedem Patienten eine individuelle digitale Planung erstellt.
  2. Entfernung des alten Implantats: Die vorhandene Prothese wird schonend entfernt, um möglichst viel gesunden Knochen zu erhalten.
  3. Wiederaufbau des Knochens: Wo nötig, wird verlorene Knochensubstanz ersetzt oder mit Spezialimplantaten überbrückt.
  4. Einsetzen der neuen Prothese: Aus unserem umfangreichen Implantatlager wählen wir die passende Lösung — abgestimmt auf Ihre Anatomie.

Oft muss nicht die gesamte Prothese ausgetauscht werden: Manchmal genügt der Wechsel einzelner Komponenten.

Periprothetische Infektion

Wenn Bakterien der Grund für einen Wechsel sind

In selteneren Fällen ist nicht eine Lockerung, sondern eine Infektion des Kunstgelenks der Grund für einen Wechsel. Eine solche periprothetische Infektion gehört zu den anspruchsvollsten Situationen in der Endoprothetik und erfordert ein besonders sorgfältiges, interdisziplinäres Vorgehen.

Grundsätzlich gibt es zwei etablierte Wege:

  • Einzeitiger Wechsel: Die alte Prothese wird entfernt, das Gelenk gründlich saniert und in derselben Operation eine neue Prothese eingesetzt.
  • Zweizeitiger Wechsel: Zunächst werden die Prothese entfernt und der Infekt behandelt; vorübergehend wird ggf. ein mit Antibiotika versehener Platzhalter (Spacer) eingesetzt. Erst wenn die Infektion sicher ausgeheilt ist, folgt in einem zweiten Eingriff die endgültige neue Prothese.

Welcher Weg der richtige ist, hängt unter anderem vom nachgewiesenen Erreger, dem Zustand des Knochens und Ihrem allgemeinen Gesundheitszustand ab. Diese Entscheidung treffen wir individuell und in enger Abstimmung zwischen Operateur und dem mikrobiologischen Institut. So ist die Behandlung genau auf Ihre Situation zugeschnitten.

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Ersteingriff oder Wechsel: wir gehören zu den TOP15 der Kliniken für Endoprothetik in Deutschland

Die Klinik für Orthopädie der DR. ERLER KLINIKEN ist ein zertifiziertes EndoProthetikZentrum der Maximalversorgung (EPZmax) und der volumenstärkste Endoprothetikspezialist der Region. Mit rund 1.300 Hüftprothesen pro Jahr und über 21.000 im EndoProthetikZentrum behandelten Patientinnen und Patienten seit 2013 verfügen wir über eine Erfahrungsdichte, die im Großraum Nürnberg ihresgleichen sucht. Zu uns kommen Menschen aus Nürnberg, Fürth, Erlangen, Schwabach, Ansbach, Lauf a.d. Pegnitz und weit über die ganz Metropolregion hinaus.

Diese Erfahrung schlägt sich in Zahlen nieder, die für sich sprechen: Anhand von Routinedaten wird bundesweit gemessen, wie viele Komplikationen nach einer Operation auftreten, verglichen mit dem Wert, der statistisch zu erwarten wäre. Dieser Erwartungswert entspricht 1,0 — er steht für „genauso viele Komplikationen wie im Bundesdurchschnitt üblich". Unser Ergebnis liegt bei 0,3. Das bedeutet: Bei uns tritt nur rund ein Drittel der Komplikationen auf, die im bundesweiten Schnitt zu erwarten wären. Entsprechend selten wird bei uns ein Wechsel überhaupt notwendig. Jeder Eingriff wird lückenlos im Endoprothesenregister Deutschland (EPRD) dokumentiert, an dem wir seit 2015 teilnehmen.

Gerade bei Wechseloperationen zahlt sich diese Spezialisierung aus. Unser hauseigenes Implantatlager umfasst über 100 Pfannen- und mehr als 200 Schaftkomponenten — auch anspruchsvolle Revisionen und Speziallösungen bei Allergien oder Unverträglichkeiten lassen sich damit unmittelbar planen. In Verbindung mit modernen Gleitpaarungen aus hochvernetztem Polyethylen und Keramik erreichen wir Standzeiten auf aktuellem Stand der Forschung.

FAQ

Wie lange hält eine Hüftprothese heute?

Moderne Hüftprothesen sind deutlich langlebiger als früher. Aktuelle Registerauswertungen zeigen, dass ein Großteil der heutigen Implantate auch nach 25 bis 30 Jahren noch zuverlässig funktioniert — bei modernen Materialien über neun von zehn. Für viele Menschen kann eine gut geplante Hüftprothese damit ein Leben lang halten.

Woran erkenne ich eine gelockerte Hüftprothese?

Typisch für eine gelockerte Hüftprothese sind Schmerzen — häufig als Anlaufschmerz zu Beginn einer Bewegung oder als tiefsitzender Belastungsschmerz in Leiste, Hüfte oder Oberschenkel, oft nach Jahren der Beschwerdefreiheit. Auch ein Instabilitätsgefühl oder nachlassende Beweglichkeit können Hinweise sein. Sicher feststellen lässt sich eine Lockerung erst durch eine ärztliche Untersuchung mit Röntgenbild. Unsere Fachärzte für Orthopädie im Dr. Erler MVZ stehen Ihnen jederzeit für eine Abklärung zur Verfügung.

DR. ERLER MVZ

Wie schnell muss eine gelockerte Hüftprothese gewechselt werden?

Nicht jede Lockerung muss sofort operiert werden. Eine langsam fortschreitende, beschwerdearme Lockerung kann zunächst beobachtet werden. Bei starken Schmerzen, zunehmender Instabilität oder dem Verdacht auf eine Infektion sollte dagegen zeitnah gehandelt werden. Den richtigen Zeitpunkt legen wir gemeinsam mit Ihnen fest.

Sollte ich meine erste Prothese möglichst spät einsetzen lassen?

Nicht unbedingt. Zwar ist das statistische Wechselrisiko bei jüngeren Patienten etwas höher. Da moderne Implantate heute aber viel länger halten, überwiegen bei langem Warten oft die Nachteile — anhaltende Schmerzen, Muskelabbau bedeuten eine ungünstigere Ausgangslage. Der beste Zeitpunkt ist eine individuelle Entscheidung, die wir gemeinsam mit Ihnen treffen.

Ist ein Prothesenwechsel riskanter als die Erstimplantation?

Ein Wechsel ist anspruchsvoller als der erste Gelenkersatz, weil der Operateur auf verändertes Gewebe und das bestehende Implantat trifft. In einem erfahrenen Spezialzentrum mit der richtigen Ausstattung ist der Hüftprothesenwechsel jedoch ein sicherer, planbarer Eingriff.

Wo kann ich in Nürnberg eine Hüftprothese wechseln lassen?

In der Klinik für Orthopädie der DR. ERLER KLINIKEN in Nürnberg. Als zertifiziertes EndoProthetikZentrum der Maximalversorgung (EPZmax) führen wir auch komplexe Hüftprothesenwechsel durch — für Patientinnen und Patienten aus Nürnberg, Fürth, Erlangen, Schwabach, Ansbach und der gesamten Metropolregion.

Wir übernehmen selbstverständlich auch Wechseloperationen an Prothesen, die andernorts eingesetzt wurden. Bringen Sie zum Termin nach Möglichkeit Ihren Implantatpass und vorhandene Röntgenbilder mit.

Wie lange dauert die Reha nach einem Wechsel?

Wie nach jeder Hüftoperation begleiten wir Sie auch nach einem Wechsel eng — von der ersten Mobilisation an. Häufig ist die Rehaphase nach einer Revision etwas länger als nach der Erstoperation, da Knochen und Weichteile mehr Zeit zur Erholung brauchen. Wie schnell Sie das Bein wieder belasten dürfen, legen wir individuell fest und stimmen es genau auf Ihren Eingriff ab. Physiotherapie, ein strukturierter Belastungsaufbau und die Anschlussrehabilitation sorgen dafür, dass Sie Schritt für Schritt in Ihren Alltag zurückfinden.

Zum Leben nach der Hüft-OP

Termin & Kontakt

Sie haben Beschwerden an einer bestehenden Hüftprothese oder möchten sich zu einem möglichen Wechsel beraten lassen? Unsere Spezialistinnen und Spezialisten der Klinik für Orthopädie in Nürnberg nehmen sich Zeit für Sie — auch dann, wenn Ihre Prothese andernorts eingesetzt wurde.

Hüftsprechstunde: 
Donnerstag 08:00 - 15:00 Uhr 

Kontakt aufnehmen

DR. ERLER KLINIKEN
Klinik für Orthopädie
Kontumazgarten 4-19
90429 Nürnberg

Telefon: 0911/ 27 28-468

Bei Dr. Erler in den besten Händen