Anlass war das 25-jährige Bestehen des TV-Vital in Erlangen. Auf Einladung des TV 1848 Erlangen und seiner Partnerpraxis exeo brachten die DR. ERLER KLINIKEN die orthopädische Perspektive ein – ein Format, das medizinisches Wissen und Trainingstherapie unmittelbar zusammenführt. Die Veranstaltung richtete sich an Menschen, die eine Hüftprothese planen oder bereits tragen, ebenso an Übungsleiterinnen und Übungsleiter des Vereins. Die Veranstaltung wurde aufgezeichnet und steht Ihnen kostenlos zum Ansehen zur Verfügung:
Fachvortrag in Erlangen „Vom Schmerz zur Stärke": jetzt nochmal ansehen!
Sport mit der neuen Hüfte: Was nach der Hüftprothese wieder möglich ist
Im medizinischen Teil erläuterte Dr. med. Alexander Mahnke, Leitender Oberarzt der Klinik für Orthopädie, wie eine Hüftarthrose entsteht, warum sich geschädigter Gelenkknorpel nicht wieder aufbaut und ab wann ein künstliches Hüftgelenk sinnvoll wird. Er zeigte, wie eine moderne Hüft-Totalendoprothese aufgebaut ist und was in den Wochen nach der Operation im Knochen geschieht: In den Wochen zwei bis fünf ist die Verankerung des Implantats vorübergehend am empfindlichsten, bevor der Knochen fest um die Prothese einwächst. Daraus ergibt sich die bewusste Zurückhaltung in den ersten drei Monaten – nicht, weil Bewegung schadet, sondern weil das Implantat in dieser Phase Zeit zum Einheilen braucht.
Steffen Kistmacher, Trainingstherapeut und Innhaber von exeo, beleuchtete dieselbe Frage aus der Trainingsperspektive und eröffnete mit einer bewusst überraschenden Frage: Was belastet eine neue Hüfte stärker – die Beinpresse mit 80 Prozent des Körpergewichts oder der ruhige Stand auf dem operierten Bein? Grundlage seiner Antwort waren frei zugängliche Messdaten der Berliner Charité (Forschungsgruppe Bergmann/Damm), bei denen über 33.000 Mal direkt am Implantat erfasst wurde, welche Kräfte beim Gehen, Treppensteigen oder Training wirken. Das Ergebnis fällt anders aus als vermutet: Entscheidend ist nicht allein die Höhe der Last, sondern die Art der Belastung und wie kontrolliert eine Bewegung ausgeführt wird. Die Kernbotschaft lautete „Können vor Belastung“ – wer eine Bewegung sicher beherrscht, kann kontrolliert wieder aktiv werden.
„Den Sport, den man vor der Operation gemacht und geliebt hat, kann man in der Regel auch mit einer Hüftprothese wieder aufnehmen. Entscheidend ist, den zeitlichen Ablauf einzuhalten.“
Dr. med. Alexander Mahnke
Leitender Oberarzt | Klinik für Orthopädie Schwerpunkt Hüftchirurgie
Medizinischer Fachvortrag verbindet Klinik und Praxis über Stadtgrenzen hinweg
Als zertifiziertes EndoProthetikZentrum der Maximalversorgung (EPZmax, seit 2013) und von FOCUS Gesundheit mehrfach ausgezeichnete Fachklinik und Nationale Fachklinik Hüftchirurgie sind die DR. ERLER KLINIKEN eine TOP-Anlaufstelle für jährlich rund 1.300 Hüftendoprothetik-Patientinnen und Patienten aus der gesamten Metropolregion Nürnberg, auch aus Erlangen und Umgebung. Der Abend in Erlangen zeigte, wie eng Medizin und Trainingstherapie beim Weg zurück in ein aktives Leben zusammenwirken.
Die Zusammenarbeit reicht über den Vortragsabend hinaus: exeo schult die Trainerteams des TV-Vital und des TV 1848 fortlaufend im Umgang mit operierten Hüften, um Menschen von der Reha bis ins reguläre Training zu begleiten.
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Hüftprothese und Hüftoperation
Alltag, Sport und Autofahren nach der Hüft-OP
AMIS®-Methode bei Hüftendoprothetik
Termine in der Hüftsprechstunde donnerstags, 8:00–15:00 Uhr:
Telefon: 0911/ 27 28–468
E-Mail: orthopaedie@erler-klinik.de
DR. ERLER KLINIKEN | Orthopädie
Kontumazgarten 4-19
90429 Nürnberg